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Der Doppeleintrag befindet sich unter: Dissoziative Persönlichkeitsstörung, vielleicht auch Multiple Persönlichkeit -- 141.30.230.88 15:20, 9. Sep 2004 (CEST)
Die Dissoziative Identitätsstörung, die von der WHO nach wie vor Multiple Persönlichkeitsstörung genannt wird, ist eine dissoziative Störung, bei der die Identität betroffen ist.
Bei den Betroffenen gibt es mindestens eine weitere Persönlichkeit, die auch Persönlichkeitszustand genannt wird. Meist sind aber mehrere Persönlichkeiten (Persönlichkeitszustände) vorhanden. Die einzelnen Personen übernehmen abwechselnd die Kontrolle über den Körper, während der Zeiten kann es immerhin bei einer Person, häufig aber bei mehreren, zu Amnesien (Gedächtnislücken) kommen, so dass diese sich an u.U. lange Zeiten ihres Lebens nicht erinnern können und auch in dem Alltag stets wieder Amnesien haben. Die einzelnen Personen haben häufig eigene Namen und eigene Vorlieben, Interessen und Angewohnheiten. Die Störung darf nicht ausschließlich unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sichtbar werden, jedoch leiden die Betroffenen nicht selten an Suchtkrankheiten. Auch von Schmerzmitteln, da die meisten Betroffenen unerträgliche Kopfschmerzen kennen.
Die Dissoziative Identitätsstörung weißt eine hohe Komorbidität zu anderen psychischen Störungen auf, wie z.B. zu Depressionen, Angststörungen oder auch Persönlichkeitsstörungen wie der Borderline-Persönlichkeitsstörung oder der Schizotypen Störung. Dabei können die komorbiden Störungen wiederum auch eine Reaktion auf die belastenden und traumatischen Erlebnisse sein. Viele Betroffene leiden auch unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung.
Die Störung, die seit 1980 international anerkannt ist, wird auf frühe schwere Traumatisierungen zurückgeführt, entweder anhaltende wie Misshandlungen und Vernachlässigung sowie in dem besonderen sexuellem Mißbrauch oder extreme Erlebnisse mit Verletzten und Toten (z.B. Krieg), besonders wenn die Eltern oder Geschwister ermordet wurden.
Zuweilen wird die Dissoziative Identitätsstörung angezweifelt, nämlich von der False-Memory-Syndrom-Foundation. Dies ist eine ursprünglich amerikanische Organisation, die 1992 von den Eltern einer Frau gegründet wurde, die in der Therapie herausfand, dass sie als kleines Mädchen missbraucht wurde. Es ist dazu auch zu sagen, daß der False-Memory-Foundation auch Täter angehören.
In einer niederländischen Studie hat sich gezeigt, dass sich die DIS auch in dem Gehirn der Betroffenen durch bildgebende Verfahren sichtbar machen lässt, da die einzelnen Persönlichkeiten offenbar jeweils eigene Nervenbahnen benutzen.
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